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Aloe Vera als natürliche Zutat für die Naturkosmetik

Naturkosmetik: alles, was Sie darüber wissen müssen

Sie umgibt uns, inspiriert uns und schenkt uns so viele wundervolle Momente – die Natur. Dabei kann sie uns auch zu Schönheit verhelfen. Seit Tausenden von Jahren nutzen Menschen natürliche Wirkstoffe, um sich schön und gesund zu pflegen. Heute stecken diese Stoffe vor allem in Naturkosmetik, die inzwischen den Gegenpol zu konventionellen Kosmetika bildet und uns zur Ursprünglichkeit zurückkehren lässt.

Doch was heisst Naturkosmetik genau, wozu ist sie imstande und welche Vorteile bringt sie mit sich? Und woran erkennen Sie, dass es sich um natürliche Rohstoffe handelt, wenn Sie Naturkosmetik kaufen wollen? Hier erfahren Sie mehr!

Was ist Naturkosmetik?

Naturkosmetik, das ist Gesichts-, Körper- und Haarpflege, die auf natürlichen Inhaltstoffen beruht. Auch Make-up fällt darunter.

Dabei nimmt sich die Kosmetik aus der Natur insbesondere Themen rund um Nachhaltigkeit, Verträglichkeit und Umweltschutz an. Im Gegensatz zu konventionellen Produkten enthält Naturkosmetik ausschliesslich natürliche Inhaltsstoffe – also Stoffe, die pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sind. Damit kann Naturkosmetik nicht mit veganer Kosmetik gleichgesetzt werden. Typische tierische Inhaltsstoffe sind Milch und Honig, die die Haut auf sanfte Art und Weise verwöhnen.

So stecken in den Cremes und Lotions, aber auch im Duschgel und Shampoo unter anderem Blüten, Kräuter und ätherische Öle statt synthetische Stoffe. Hinzu kommen weitere Öle, Fette und Wachse. Gern verwenden die Produkte unter Naturkosmetik-Label zum Beispiel Arganöl, Sheabutter, Olivenöl und Bienenwachs. Bio müssen die Inhaltsstoffe dabei nicht sein, allerdings stammt häufig ein guter Teil davon aus kontrolliert biologischem Anbau.

Die Zeiten, als Naturkosmetik auf wenige Produkte beschränkt und die Creme klebrig war und schlecht einzog, sind längt vorbei. Heute ist die natürliche Pflege in genauso vielfältiger Form erhältlich wie konventionelle Kosmetik. Vom Shampoo, über das Deo, bis zum Lippenstift: All das können Sie als Naturkosmetik von unterschiedlichen Marken kaufen. Entdecken Sie natürliche

Gut zu wissen

Naturkosmetik ist kein gesetzlich geschützter Begriff und daher nicht eindeutig geregelt. Durch grüne Verpackungen und Bezeichnungen wie „naturnah“ sowie grossflächige Abbildungen von Pflanzen suggerieren einige Hersteller, es würde sich um Naturkosmetik-Produkte handeln, obwohl dem nicht unbedingt so ist. Für dieses Vorgehen hat sich der Begriff Greenwashing etabliert. Die europäische Kosmetikverordnung schränkt jedoch die Stoffe ein, die für die natürliche Kosmetik verwendet werden dürfen.

Was macht Naturkosmetik aus?

Synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe sind in Naturkosmetik tabu. Farbe und Duft entstehen rein natürlich. Die Produkte verzichten ebenso auf Paraffine und Silikone. Umweltschädliche Mikroplastik findet sich auch weniger oder gar nicht darin. Ebenso sind Tierversuche für die natürliche Pflege untersagt – das gilt für die Herstellung sowie die Entwicklung. Obendrein sind die Tuben, Dosen, Flaschen und Tiegel mit natürlicher Pflege frei von Gentechnik.

Häufig genutzte Inhaltstoffe von Naturkosmetik sind Sanddorn, Calendula und Johanniskraut – alles Pflanzen, deren Anbau einvernehmlich mit der Umwelt stattfinden kann. Denn die sanfte Naturpflege will nicht nur Ihnen etwas Gutes tun, sondern auch der Natur, der die Wirkstoffe entstammen. Dadurch achtet die Pflege auf ressourcenschonende Herstellung – allein die Rohstoffe sind nachwachsend. Vielfach setzt Naturkosmetik auch bei der Produktion auf umweltschonende Aspekte, gerade wenn die Inhaltsstoffe aus Bio-Anbau kommen.

Oftmals ist bei Naturkosmetik auch die Verpackung von Creme, Tube, Shampoo und Co. nachhaltiger gestaltet. Viele Marken nehmen sich ebenso soziale Kriterien zu Herzen. Sie legen den Fokus auf faire Löhne und Arbeitsbedingungen, damit die Welt ein Stück besser wird.

Naturkosmetik im Tiegel

Wie wirkt Naturkosmetik?

Weil Naturkosmetik beispielsweise frei von Filmbildnern wie Silikonen ist, kann sie Hautschäden nicht überdecken. Ihre Wirkweise beruht stattdessen auf rein natürlichen Vorgängen. Aus diesem Grund dauert es manchmal, bis die Wirkstoffe ihre Wirkung zeigen, wenn Sie von konventionelle auf natürliche Kosmetik umstellen.

Die Produkte helfen der Haut dabei, die Eigenaktivität zu stärken. Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert. Natürliche Öle geben der Haut Feuchtigkeit zurück – gerade für trockene Haut ungemein wichtig. Auch Duft und Farbe werden ausschliesslich natürlich erzielt.

Natur oder konventionell: Warum Naturkosmetik verwenden? 7 gute Gründe für Sie und die Natur!

Umweltbewusst

Ökologie und Nachhaltigkeit sind die Trendbegriffe unserer Zeit. Gleichzeitig wollen wir weder bei der Reinigung noch Pflege auf hohe Wirksamkeit verzichten. Mit Naturkosmetik gelingt Ihnen beides: gut aussehen und im Einklang mit der Natur handeln. Die Naturprodukte verbannen Stoffe, die der Umwelt schaden, wie Erdöl und Formaldehyde. Deshalb ist Naturkosmetik auch gut für die Umwelt!

Vielfältig

Kosmetik auf der Basis natürlicher Rohstoffe boomt. Inzwischen gibt es eine riesige Marken-Vielfalt, die ein grosses Angebot an Gesichts-, Haar- und Körperpflege bereithält. Auch auf verschiedene Haar- und Hauttypen sind die Produkte abgestimmt, sodass jeder die für sich geeignete Pflege findet. Im Onlineshop von StayHealthy.ch entdecken Sie eine facettenreiche Auswahl.

Höherer Bio-Anteil

Zwar ist Naturkosmetik nicht gleich Biokosmetik, dennoch enthält sie durchschnittlich einen höheren Anteil an Stoffen, die aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.

Frei von bedenklichen Inhaltsstoffen

Mineralöl, häufiger Bestandteil konventioneller Kosmetik-Produkte, kann sich im Körper anreichern und ist inzwischen für die Verwendung von Beauty-Ritualen recht umstritten. Die daraus gewonnenen Kohlenwasserstoffe bilden auf der Haut einen Film, der sie abdichtet und vor Wasserverlust schützt, sodass sie sich samtig-weich anfühlt. Doch die Haut kann dann nicht mehr richtig atmen und wird in ihrem natürlichen Regenerationsprozess behindert. Auf solche bedenklichen Stoffe verzichtet Naturkosmetik. Deshalb pflegen Sie sich mit der Kosmetik schön – und gesund.

Haut heilen mit Naturkosmetik

Wie erkenne ich Naturkosmetik?

Wer sein Shampoo oder seine Gesichtspflege als Naturkosmetik kaufen möchte, sollte genau hinsehen. Wichtigstes Indiz dafür stellt die Liste der Inhaltsstoffe dar. Die sogenannte INCI-Liste (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) gibt Auskunft darüber, was in dem Produkt steckt und ob es sich dabei wirklich um natürliche Kosmetik handelt.

Allerdings ist ihre Entschlüsselung gar nicht so einfach. Deshalb hier ein paar Anhaltspunkte:

  • Stoffe wie Mineral Oil, Paraffin, Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Cera Microcristallina, Microcristallina Wax, Ceresin und Ozokerite verweisen auf Mineralöle, die in natürlicher Pflege nichts zu suchen haben.
  • Silikone verstecken sich hinter Begriffen wie Dimethicone, Methicone, und Polysiloxane. Das sind ebenfalls aus Erdöl gewonnen Stoffe. In Naturkosmetik werden sie durch Pflanzenöle ersetzt, die Haut und Haare natürlich nähren.
  • Parabene erkennen Sie an der Endung -paraben.

Ebenfalls nützlich: Naturkosmetik-Siegel, welche die Produkte entsprechend unterschiedlicher Standards zertifizieren und Ihnen als Verbraucher so beim Kauf Sicherheit geben.

Geprüfte Naturkosmetik: Diese Siegel geben Sicherheit!

Naturkosmetik-Siegel ersetzen zumindest zum Teil den rechtlichen Rahmen, der für natürliche Pflege und Kosmetik fehlt. Sie richten jeweils strenge Regelungen an Shampoo, Seife, Gesichtspflege und Co.

Die unabhängigen Institute unterscheiden sich jeweils in ihren Standards voneinander. Wir geben Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Siegel.

BDIH

Ein vertrauenswürdiges Siegel kommt aus Deutschland. Es vergibt der BDIH (Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel). Das Prüfsiegel für kontrollierte Naturkosmetik erhalten nur Produkte, die den Kriterien entsprechen. Die pflanzlichen Rohstoffe müssen grösstenteils biologisch angebaut worden sein. Tierische Fette und Rohstoffe, die von toten Wirbeltieren stammen – wie Collagen – sind verboten.

NaTrue

Das NaTrue-Label, ursprünglich entwickelt von Naturkosmetikherstellern, hat international Gültigkeit und einen hohen Vertrauensfaktor. Es bezieht sich auf die Inhaltsstoffe der Kosmetikprodukte. Dabei unterteilt das Label in drei Kategorien:

  • Naturkosmetik
  • Naturkosmetik mit Bioanteil: 70 Prozent der Naturstoffe oder naturnahen Stoffe muss aus ökologischer Erzeugung oder Wildsammlung kommen.
  • Biokosmetik: Hier müssen 95 Prozent in Bio-Qualität enthalten sein.

Ecocert

Dieses Label stammt vom französischen Zertifizierungsverband für ökologische Produkte und wird für Kosmetik- und Reinigungsprodukte vergeben. Die Zertifizierung von Ecocert unterscheidet zwischen

  • Naturkosmetik: Mindestens 50 Prozent der Inhaltsstoffe müssen pflanzliche Stoffe, mindestens 5 Prozent ökologisch angebaut sein.
  • und Biokosmetik: Hierfür braucht es 95 Prozent pflanzliche Inhaltsstoffe und mindestens 10 Prozent aus ökologischem Anbau.

Zusätzlich sind synthetische Inhaltsstoffe und weitere untersagt.

Cosmos

Ebenfalls international gültig ist der Cosmos-Standard. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss des BDIH (Deutschland), Cosmebio (Frankreich), Ecocert (Frankreich), ICEA (Italien) und der Soil Association (Grossbritanien). Die Regelungen, die Cosmos an zertifizierte Produkte stellt, ähneln denen des BDIH und Ecocert. Dabei beziehen sich die Anforderungen an den Ursprung der Inhaltsstoffe sowie deren Umweltverträglichkeit und Abbaubarkeit.

Das Label gibt es als

  • Cosmos Natural
  • Cosmos Organic: Hier müssen mindestens 95 Prozent der pflanzlichen Inhaltsstoffe aus Bio-Anbau stammen.

So gelingt der Umstieg auf Naturkosmetik

Sie haben sich entschlossen, von konventioneller Kosmetik auf natürliche umzustellen? Weil sich beide Varianten in vielerlei Aspekten voneinander unterscheiden, stellt dies für Haut und Haare eine grosse Veränderung dar. Deshalb empfiehlt es sich, den Umstieg Schritt für Schritt anzugehen, statt alle Produkte auf einmal zu ersetzen. Schliesslich muss die Haut erst einmal wieder atmen lernen, wenn sie zuvor lange Zeit mit synthetischen Cremes gepflegt wurde. Denn dann hat sie sich an die künstliche Schutzschicht gewöhnt und muss nun erst einmal entwöhnt werden. Beginnen Sie beispielszuweise zunächst mit der Körperpflege und wechseln Sie Ihr Duschbad.

Für die Haare ist die Umstellung besonders gewöhnungsbedürftig – vor allem, wenn Sie vorher silikonhaltiges Shampoo und Spülung verwendet haben. Hier dauert es, bis sich die Haare daran gewöhnt haben, auf Silikon zu verzichten. Aus diesem Grund fühlen sie sich in der ersten Zeit ohne Silikone und Paraffine sehr trocken und spröde an. Der Umstellungsprozess kann einige Monate in Anspruch nehmen, lohnt sich aber. In der Übergangszeit helfen regelmässige Masken.

Bei der Gesichtspflege ist es besonders wichtig, Produkte zu wählen, die dem eigenen Hauttyp entsprechen. In der ersten Zeit reagiert die Haut manchmal auch mit Pickeln und Hautunreinheiten auf die neue Pflege. Das passiert meist, wenn die zuvor zugeführten Schadstoffe ausgeschieden werden.

Das Wichtigste beim Umstieg auf Naturkosmetik ist also Geduld. Aber danach erstrahlen Gesicht, Körper und Haare auf ganz natürliche Art und Weise.

 

Haare waschen mit Naturkosmetik

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